Kantonsspital Luzern 
Onkologie
Der Begriff «Onkologie» stammt aus dem Griechischen und bedeutet die Lehre von den Geschwulstkrankheiten – d.h. von Krebs. Unter Krebs verstehen wir eine Gruppe von mehreren 100 verschiedenen Krankheiten, deren gemeinsames Merkmal das gegenüber der normalen Zelle ungehemmte und im Endresultat übermässige Wachstum ist. Krebskrankheiten führen ohne Behandlung in der Regel zum Tod; daher der Begriff «bösartig». In der Zentralschweiz erkranken jährlich etwa 2'500 Männer und Frauen an einer Krebskrankheit. Mehr als die Hälfte dieser Patienten benötigt nach der Erstbehandlung durch den Hausarzt und das zuständige regionale Spital eine zusätzliche Beurteilung und Behandlung durch Spezialisten am Zentrum.
Medizinische Krebsbehandlung
Die medizinische Onkologie befasst sich nebst den allgemeinen Aspekten vor allem mit der medikamentösen Behandlung von Tumorkrankheiten. Die medikamentöse Krebsbehandlung hat den Vorteil, dass die eingesetzten Medikamente im ganzen Körper wirken und so auch unsichtbar kleine Ableger (Mikrometastasen) bekämpft werden.
Grundsätzlich können folgende Formen der medikamentösen Krebsbehandlung unterschieden werden:
- Chemotherapie: die eingesetzten Zytostatika hemmen das Zellwachstum und die Zellteilung. Die Tumorzellen sterben ab.
- Hormontherapie: bei verschiedenen Krebsarten kann das Wachstum durch Hormone gebremst werden.
- Biomodulatoren (Immunotherapie): körpereigene Abwehrstoffe werden heute zunehmend bei der Behandlung von Krebskrankheiten eingesetzt. Beispiele sind die Interferone, die Interleukine sowie verschiedene monoklonale Antikörper.
Eine medikamentöse Krebsbehandlung wird entweder allein oder kombiniert mit anderen Behandlungen eingesetzt. Der medizinische Onkologe sucht zusammen mit den anderen beteiligten Ärzten die bestmögliche Anwendungsform für eine bestimmte Krankheitssituation.
Zusammenarbeit mit Fachpersonen
Unser Team der medizinischen Onkologie berät und betreut in enger Zusammenarbeit mit dem Hausarzt und anderen Spezialisten Patienten mit soliden Tumoren, malignen Lymphomen und Plasmozytomen. Nebst den gängigen Chemo- und Hormontherapien führen wir neuere Behandlungen im Rahmen von nationalen und internationalen Studien (SIAK, EORTC, IALT etc.) sowie Hochdosischemotherapien mit Stammzellrücktransfusionen in Zusammenarbeit mit verschiedenen Universitätskliniken durch. Hohe fachliche und menschliche Kompetenz sind uns ein Anliegen.
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