Kantonsspital Luzern 
Kinderanästhesie
Zum Luzerner Kantonsspital gehört ein Narkoseteam, das ganz auf Kinder eingestellt ist. Es ist mit den Ängsten der Kinder und den Sorgen der Eltern vertraut. Dank grosser Erfahrung, speziellen Kenntnissen und entsprechend ausgewähltem Material kann heute das ganze Altersspektrum ohne nennenswert vermehrtes Risiko betreut werden - vom schwerkranken 500g-Frühgeborenen bis zum 70kg schweren 14-jährigen Jugendlichen. Die enormen Fortschritte in der Kinderanästhesie haben die heutigen Erfolge einer modernen Kinderchirurgie ermöglicht.
Ziel der Kinderanästhesie ist es heute, dem kleinen Patienten Leiden, Angst und Schmerzen vor, während und nach Operationen möglichst zu ersparen. Stets wird ein dem Kind individuell angepasstes Vorgehen gewählt.
Sicherheit und Komfort während der Operation
Zur Vorbereitung bekommt das Kind im Dabeisein der Eltern ein angstlösendes Medikament als Zäpfchen oder Sirup. Für Wahleingriffe sollen Kinder nüchtern sein. Im Operationsbereich des Kinderspitals ist alles auf Kinder eingestellt. Die Narkose wird mit der Maske eingeleitet, um dem Kind möglichst jeden Stich zu ersparen. Die Infusion wird bei schlafendem Kind gelegt. Wenn bei einem wachen Kind eine Infusion gelegt werden muss, so wird vorerst die Haut mit einer Salbe unempfindlich gemacht. Die Narkose wird mit Narkosegasen oder intravenösen Medikamenten aufrechterhalten. Während der Narkose werden die Lebensfunktionen dauernd überwacht.
Falls es der chirurgische Eingriff nicht anders erfordert, so können Kinder nach der Narkose trinken, sobald sie wach sind; gestillte Kinder dürfen sofort an die Brust.
Vermeiden von postoperativen Schmerzen
Besonderes Gewicht wird auf die postoperative Schmerzbekämpfung gelegt. Vielfach werden, noch unter Narkose, Verfahren der lokalen Betäubung verwendet, um ein schmerzfreies Aufwachen zu ermöglichen. Nach grösseren Eingriffen kommen Schmerzpumpen zum Einsatz, um kontinuierlich und auf Anforderung Schmerzmittel verabreichen zu können. Das ganze Team im Kinderspital ist bestrebt, Schmerzen möglichst zu vermeiden.
Angstfrei erlebte und aussagekräftige Untersuchungen
Jeden Nachmittag sorgt ein Narkoseteam (ein Narkosearzt und eine Narkoseschwester) dafür, dass Kinder Untersuchungen, die ein völliges Stillliegen erfordern, z.B. Computertomographie (CT) , Szintigraphie oder Magnetresonanztomographie (MRI), ohne Angst erleben können.
Weitere Aktivitäten
Wir führen täglich Vorgespräche mit Eltern, deren Kinder später ambulant operiert werden sollen. Wir lösen Schmerzprobleme, legen Infusionen, planen gemeinsam mit den Kinderärzten Abklärungen und betreuen auch Schulklassen, um sie mit dem Kinderspital vertraut zu machen.
Nüchternheit vor Narkosen
Vor Wahleingriffen sollen Kinder nüchtern sein, um die Risiken möglichst gering zu halten.
Alter | Klare Flüssigkeit,
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(Mutter-) Milch und feste Nahrung |
unter 6 Monaten ab 6 Monaten
| 2 Stunden 2 Stunden
| 4 Stunden 6 Stunden
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Bei Notfalleingriffen ist es oft nicht sinnvoll, diese Zeitabstände einzuhalten. Dank spezieller Narkosetechniken kann das Risiko, dass Mageninhalt in die Luftwege gelangt (sog. Aspiration) gering gehalten werden; diese Komplikation ist dann aber häufiger als beim Wahleingriff (siehe Narkoserisiko).